Ein Schwibbogen hat keine fest vorgeschriebene Kerzenzahl. Sieben und neun Lichtstellen sind ebenso möglich wie zehn oder fünfzehn. Entscheidend sind der Entwurf, die Abmessungen und die verwendete Beleuchtung. Bei den Außenschwibbögen von Bergbaukalender.de besitzen die Modelle mit 100 und 150 Zentimetern Breite jeweils sieben Glashülsen; das große Modell mit 200 Zentimetern Breite hat neun. Die Zahl beschreibt zunächst die Ausstattung des jeweiligen Bogens – eine allgemeingültige religiöse Bedeutung lässt sich daraus nicht ableiten.
Sieben, neun, zehn oder fünfzehn: konkrete Beispiele

Ein Blick auf konkrete Modelle ist hilfreicher als die Suche nach einer einzigen traditionellen Zahl. Die folgenden Beispiele beziehen sich auf die genannten Ausführungen. Bei unseren Außenmodellen entspricht jede Glashülse einer Lichtstelle. Die Zuordnung sieben beziehungsweise neun wurde vom Anbieter für diesen Beitrag bestätigt.
| Beispiel | Breite und Anzahl |
|---|---|
| Außenmodell 100 | 100 cm · 7 Glashülsen |
| Außenmodell 150 | 150 cm · 7 Glashülsen |
| Außenmodell 200 | 200 cm · 9 Glashülsen |
| WEIGLA „Hirschfamilie“ | 52 cm · 7 Lichtstellen |
| WEIGLA „Erzgebirge“ | 66 cm · 10 Lichtstellen |
| WEIGLA „Altstadt“ | 66 cm · 15 Lichtstellen |
Auch eine gerade Anzahl gehört zum Angebot: WEIGLA führt den Schwibbogen „Erzgebirge“ mit zehn Lichtstellen. „Erzgebirge“ und „Altstadt“ sind jeweils 66 Zentimeter breit, besitzen aber zehn beziehungsweise fünfzehn Lampen. Die Breite allein legt die Anzahl also nicht fest. [5] [6]
Wie Größe und Anordnung die Lichtwirkung prägen

Bei einer spiegelgleichen Anordnung lassen sich sieben Lichter als drei links, eines in der Mitte und drei rechts verteilen. Neun ergeben entsprechend vier, eins und vier. Das ist eine gestalterische Erklärung für eine betonte Mitte, kein Nachweis einer historischen Zahlensymbolik. Auch andere Anordnungen sind möglich.
Die Bogenhöhe, die Größe der Kerzenkörper und die freien Abstände beeinflussen, ob eine Reihe ruhig und weitläufig oder dichter besetzt wirkt. Ein großer Außenbogen braucht andere Proportionen als ein kleiner Fensterbogen. Bei den Modellen 100 und 150 bleibt es trotz unterschiedlicher Breite bei sieben Lichtstellen; beim Modell 200 kommen zwei hinzu.
Mehr Lampen bedeuten nicht automatisch mehr Helligkeit. Dafür zählen auch Lichtstrom, Abstrahlung, Lichtfarbe und die Gestaltung der Glashülsen. Hinterleuchtete Motive können zusätzlich leuchten, ohne dass auf dem Bogen weitere Kerzen sichtbar sind. Deshalb sollten sichtbare Kerzen, einzelne Leuchtmittel und zusätzliche Lichtquellen nicht ungeprüft gleichgesetzt werden. Mehr zur Gestaltung erläutert der Beitrag Schwibbogenformen.
Echte Kerzen, Glühlampen und LED unterscheiden

Echte Wachskerzen erzeugen Licht durch eine offene Flamme. Sie benötigen dafür ausgelegte, standfeste und nicht brennbare Halterungen sowie Abstand zu brennbaren Materialien. Brennende Kerzen bleiben unter Aufsicht. Ein elektrischer Kerzenhalter wird nicht durch das Einsetzen einer Wachskerze zu einer geeigneten Aufnahme für offenes Feuer. [7]
Elektrische Kerzen beschreibt zunächst die Form oder Funktion, nicht eine bestimmte Technik. In einer kerzenähnlichen Hülle kann eine Glühlampe oder eine LED arbeiten. Eine Glühlampe erzeugt Licht mit einem erhitzten Glühfaden; bei LED übernehmen Halbleiter diese Aufgabe. Die klare Flammenspitze einer Glashülse ist dagegen selbst kein Leuchtmittel.
LED kann den Strombedarf deutlich vermindern. Ein konkretes Herstellerbeispiel: Für den zehnflammigen WEIGLA-Bogen werden Lampen mit jeweils 3 Watt und alternativ LED mit jeweils 0,2 Watt angeboten. Rechnerisch sind das 30 gegenüber 2 Watt als Summe der Lampennennleistungen. Diese Werte gelten für dieses Beispiel und lassen sich nicht pauschal auf andere Bögen übertragen. [5]
Glashülsen, Ersatzlampen und die passende Ausstattung

Bei den Außenmodellen von Bergbaukalender.de gehören die mundgeblasenen Glashülsen zur charakteristischen Kerzenform. Modell 100: sieben, Modell 150: sieben, Modell 200: neun. Die Zahl der benötigten Hülsen und die passende Ausführung sind zwei getrennte Fragen. Eine Hülse muss zum vorgesehenen Modell und seiner Aufnahme passen.
Im Shop sind Ersatzglashülsen für Modell 100 und 150 sowie Ersatzglashülsen für Modell 200 getrennt zugeordnet. Der Ersatz einer beschädigten Glashülse ist etwas anderes als der Austausch der Lampe darunter. Vor Arbeiten wird der Netzstecker gezogen.
Für Ersatzleuchtmittel reichen Kerzenzahl und ein passendes Gewinde allein nicht aus. Spannung, Leistung, Bauform und die Freigabe für die vorhandene Schaltung müssen stimmen. Bei LED-Umrüstung sind die Vorgaben für den gesamten Bogen einschließlich Netzteil maßgeblich; Leuchtmittel werden nicht beliebig gemischt.
Für den Außenbereich muss außerdem die gesamte dort eingesetzte Ausstattung geeignet sein. Weder LED noch eine Glashülse macht ein Innenmodell automatisch wetterfest. Hinweise zu Standort und Befestigung finden Sie im Beitrag Außenschwibbögen. [8]