BERGBAUKALENDER

Der Bergbau in Sachsen und Böhmen seit 1993

Der Original Sächsische Bergbaukalender existiert seit 1993 und dokumentiert mit wunderbaren großformatigen Fotografien die beeindruckende Untertagewelt der sächsischen und böhmischen Bergbauregion. Geologen untersuchen die untertägigen Stolln, dokumentieren seit vielen Jahrzehnten mit Fotografien die geheimnisvollen Orte, die vor Jahrhunderten den Menschen Arbeit und Wohlstand brachten. Viele Stollen und Strecken existieren nicht mehr, insbesondere auch durch die Stilllegung in den 1990er Jahren. Nur die Fotografien sind noch erhalten und können so von den besonderen Orten und ihren Geschichten erzählen.

Der Original Sächsische Bergbaukalender ist deshalb ein ganz besonderer Wandkalender, der seit 1993 die Herzen jener erfreut, die sich mit dem historischen Bergbau beschäftigen. Vielen ehemaligen Bergleuten aus ganz Deutschland und dem europäischen Ausland erfüllen wir mit dem Wandkalender eine große Freude und so ist es nicht verwunderlich, dass dieser Bergbaukalender jedes Jahr mit große Neugier erwartet wird.

Seit einigen Ausgaben sind wir dem Wunsch vieler Kunden nachgekommen und haben die Blattanzahl verdoppelt. So hat jeder Monat 2 Monatsblätter, jeweils eines für einen halben Monat. Damit unterscheidet sich unserer Bergbaukalender von allen anderen mit ähnlichen Themen und ist somit sehr preiswert und kurzweilig.

Unternehmen und Vereine können den Bergbaukalender bereits ab 10 Stück mit Ihrer individuellen Werbung bestellen. Somit haben Sie ein besonderes Geschenk zum Jahreswechsel für Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner oder Vereinsmitglieder. In der Rubrik Werbekalender können Sie diese einzigartigen Werbeartikel bestellen.

Der Bergbau im Erzgebirge

Die Region des Erzgebirges ist sowohl wirtschaftlich, als auch kulturell und politisch sehr bedeutend. Dies ist vor allem dem Reichtum an Erz und dem daraus resultierenden Bergbaubetrieb zu verdanken, welcher die Landschaft und Kultur der Region bereits seit Jahrhunderten maßgeblich prägt. Nicht nur die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der Länder Sachsen und Böhmen wurde durch den Bergbaubetrieb beeinflusst, sondern auch andere Bergbauregionen national sowie international.

Das Erzgebirge ist reich an Bodenschätzen

Die Erzgebirgsregion war schon immer bekannt für ihren Reichtum an Bodenschätzen. So ist es auch kein Wunder, dass sich seit der Mitte des 15. Jahrhunderts mehr und mehr Bergleute auf die Suche nach Silbererz begeben haben. Durch ergiebige Vorkommen, welche 1470 in Schneeberg, 1491/92 am Schreckenberg sowie 1516 bei St. Joachimsthal entdeckt wurden, kam es zu einem enormen Aufschwung der Silberproduktion im Erzgebirge. Zahlreiche neue Gruben wurden in kurzer Zeit angelegt und führten zu einem bis dahin beispiellosen Anstieg des Montanwesens in der Region. Zinn, Silber, Blei, Eisen, Kobalt, Uran und Nickel waren nicht die einzigen Metall-Rohstoffe, die im Erzgebirge abgebaut wurden. Auch Kalk, Kaolin, Ton und Steinkohle gehörten dazu.

Durch den Dreißigjährigen Krieg erliegt der Bergbau

Der Dreißigjährige Krieg hatte tragische Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft im Erzgebirge. Viele Städte und Gruben wurden zerstört oder konnten aufgrund des Krieges nicht mehr unterhalten werden. Durch die Zerstörung der Bergbau- und Hüttenanlagen, sowie durch die Belagerung und Brandschatzung zahlreicher Bergstädte kam der Bergbau im Großen und Ganzen weitgehend zum Stillstand.

Aufschwung des Bergbaus und Gründung der Bergakademie in Freiberg

Der Erzgebirgsbergbau erlebte ab Mitte des 18. Jahrhunderts eine neue Blütezeit. Obwohl es den Bergleuten in dieser vierten Hauptperiode nicht mehr gelang, die Ausbeute des 16. Jahrhunderts zu erreichen, spielte die Gründung der Bergakademie in Freiberg im Jahr 1765 eine bedeutende Rolle für die gesamte Bergbauregion. Die Akademie ist bis heute weltweit führend in Forschung und Entwicklung. Im 18. Jahrhundert waren die Schneeberger in der Produktion von Kobaltblau europäischer Marktführer. Heute ist das Schneeberger Bergbaugebiet sowie das "Schindlers Werk" ein Mahnmal dieser Zeit. Doch nicht nur in der Meißner Porzellanherstellung spielte Kobaltblau eine Rolle, es war vielmehr weltweit bekannt und gehandelt.

Uranabbau für die Sowjetunion

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren es neben den böhmischen auch die sächsischen Uranerzvorkommen, die für die für die Sowjetunionvon hohem strategischem Wert waren. Direkt nach Kriegsende begann daher eine intensive Suche nach Uran im sächsischen Erzgebirge. Bis zur Wende 1989 wurden im Erzgebirge große Mengen Uran gefördert und der Bergbau behielt insgesamt seine wichtige Stellung.

Welterbestätte Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí

Die grenzüberschreitende Welterbestätte Montanregion Erzgebirge/Krušnohorí ist einzigartig und faszinierend. Bestehend aus 22 Teilgebieten, 17 davon in Deutschland (Sachsen) und fünf in Tschechien (Karlovy Vary, Ústí nad Labem), war es seit dem Mittelalter Impulsgeber und Motor für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in der Region genauso wie auf dem gesamten europäischen Kontinent. 

Der Bergbau prägte das Erscheinungsbild des Erzgebirges maßgeblich und dies ist heute noch gut erkennbar an den vielen verschiedenen Orten welche die Welterbestätte umfasst. Dazu zählen Wasserwirtschaftssysteme für die Stromversorgung in den Minen und zur Entwässerung sowie Erzaufbereitung, Straßen, Schienen, Kanäle sowie Erzverarbeitungs- und Verhüttungsstandorte. Eine beeindruckende Vielfalt, die man unbedingt besuchen sollte!
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