KALENDERARCHIV / 2000
Bergbaukalender 2000 – Bergbau und Mineralien in Sachsen
Der 7. Original Sächsische Bergbaukalender verbindet Aufnahmen sächsischer Bergbauorte mit Mineralstufen aus den jeweils benannten Revieren. Der Jahrgang führt von Zinnwald und Schönbrunn über Niederschlema, Wolkenstein und Pöhla bis nach Glashütte und macht Grubenräume, Tagesanlagen und mineralogische Funde gemeinsam sichtbar.
Seit 1994 gestaltet René König den Original Sächsischen Bergbaukalender als Wandkalender. Diese Archivseite zeigt den vollständigen Jahrgang 2000 mit Titelblatt und zwölf Monatsblättern. Die Beschreibungen folgen den überlieferten Orts-, Fundstellen-, Mineral- und Sammlungsangaben der damaligen Ausgabe.
7. Ausgabe · 13 Kalenderblätter · Gestaltung: René König

Titelblatt · 2000
Bergbau und Mineralien in Sachsen
Das Titelblatt führt das Jahresthema „Bergbau und Mineralien in Sachsen“ mit zwei Bildebenen ein. Eine dunkle Aufnahme aus einem Grubenraum bildet den Hintergrund; davor steht eine leuchtend orangefarbene Mineralstufe. Die groß gesetzten Ziffern des Jahres 2000 und die kontrastreiche Gestaltung verbinden die beiden wiederkehrenden Motive des Kalenders: sächsische Bergbauorte und Mineralien aus den vorgestellten Revieren.

Januar · 2000
Flöz 6 beim Grenzschacht in Zinnwald
Das Januarblatt zeigt den steilen, engen Grubenbau von Flöz 6 beim Grenzschacht in Zinnwald. Hölzerne Fahrten erschließen den dunklen Hohlraum und verdeutlichen die räumlichen Bedingungen unter Tage. Die zugeordnete Mineralstufe besteht laut Originalbeschriftung aus Kassiterit und Quarz. Sie stammt aus einer privaten Sammlung; für die abgebildete Stufe ist eine Bildbreite von 4,5 Zentimetern angegeben.

Februar · 2000
Fluoritgang bei Schönbrunn
Im Februar steht ein Fluoritgang bei Schönbrunn nahe Oelsnitz im Vogtland im Mittelpunkt. Ein Bergmann mit Geleucht und Werkzeug gibt dem ausgedehnten Grubenraum einen Maßstab. Das Monatsblatt verbindet diese Aufnahme mit einer Mineralstufe aus Fluorit, Pyrit, Quarz und Siderit. Die Originalangaben weisen sie einer privaten Sammlung zu und nennen für die Abbildung eine Breite von 7,5 Zentimetern.

März · 2000
Uraninit aus Niederschlema
Das Märzblatt führt nach Niederschlema in Schacht 371. Die Originalbeschriftung verortet die Aufnahme auf der Sohle −1530 im Block 0336. Ein Bergmann steht vor der stark strukturierten Gesteinsfläche; links ist ein trichterförmiges Arbeitsgerät zu sehen. Darunter erscheint eine Uraninitstufe aus der Mineralogischen Sammlung der TU Bergakademie Freiberg mit der Sammlungsnummer 62095.

April · 2000
Hydrowoodwardit aus Bärenhecke
Im St. Christoph Stollen bei Bärenhecke betrachtet ein Bergmann die grünlich schimmernde Gangfläche unmittelbar vor sich. Das Aprilblatt stellt der untertägigen Situation eine rasterelektronenmikroskopische Aufnahme von Hydrowoodwardit gegenüber. Das Mineral wird in der Originalbeschriftung der Mineralogischen Sammlung der TU Bergakademie Freiberg zugeordnet; angegeben ist die Sammlungsnummer 76639. So erscheinen Fundort und Mineral in zwei unterschiedlichen Bildformen.

Mai · 2000
Silber, Arsen und Baryt aus Wolkenstein
Das Mai-Motiv zeigt eine farbig mineralisierte Gangfläche im Schacht 137 bei Wolkenstein. Als genauer Fundbereich ist der Maria Stehende angegeben; ein anliegendes Werkzeug macht die Dimension der Struktur anschaulich. Die präsentierte Mineralstufe vereint gediegenes Silber, gediegenes Arsen und Baryt. Sie stammt aus einer privaten Sammlung; das bäumchenartige Mineralaggregat ist laut Originalangabe 2,0 Zentimeter breit.

Juni · 2000
Tagesanlagen des Stollens Pöhla
Das Juni-Blatt wechselt von den untertägigen Motiven zu einer Landschaftsansicht der Tagesanlagen des Stollens Pöhla. Gebäude und technische Anlagen liegen zwischen Wiesen und bewaldeten Höhen. Im unteren Bildteil ist eine orangefarbene Barytstufe wiedergegeben. Die Originalbeschriftung nennt als Herkunft die Mineralogische Sammlung der TU Bergakademie Freiberg und führt die Sammlungsnummer 709 I 2 an.

Juli · 2000
Skarnlager im Oberen Otto Stollen
Zwei Bergleute untersuchen im Juli den aufgeschlossenen Gesteinsbereich des Oberen Otto Stollens bei Breitenbrunn. Die Originalangabe bezeichnet den geologischen Zusammenhang als Skarnlager. Dazu zeigt das Blatt eine kontrastreich beleuchtete Andraditstufe. Das 7,0 × 5,0 Zentimeter große Stück gehört zur Mineralogischen Sammlung der TU Bergakademie Freiberg und trägt die Sammlungsnummer 61266.

August · 2000
Joseph Morgengang bei Gersdorf
Das Augustblatt führt in den Segen Gottes Erbstollen bei Gersdorf nahe Roßwein. Ein Bergmann steht im ausgeleuchteten Grubenraum am Joseph Morgengang und gibt der hohen Gesteinswand einen Maßstab. Die zugehörige Mineralstufe besteht aus Tetraedrit, Chalkopyrit und Fluorit. Sie stammt aus der Mineralogischen Sammlung der TU Bergakademie Freiberg, trägt die Nummer 6365 und ist mit 6,0 Zentimetern Bildbreite angegeben.

September · 2000
Zinnerz im Prinzler Ost
Das Septemberblatt dokumentiert einen Grubenraum im Zinnerz Ehrenfriedersdorf. Die Originalbeschriftung nennt den Bereich Prinzler Ost; ein Bergmann steht zwischen dem farbig gebänderten Firstbereich und dem blockreichen Untergrund. Darunter ist eine Stufe aus Quarz und Fluorit abgebildet. Sie gehört zur Mineralogischen Sammlung der TU Bergakademie Freiberg, trägt die Sammlungsnummer 43213 und ist mit 7,5 Zentimetern Bildbreite wiedergegeben.

Oktober · 2000
Heilige Dreifaltigkeit bei Zschopau
Im Oktober ist ein Bergmann an einer stark gegliederten Gesteinsfläche der Heilige Dreifaltigkeit Fundgrube bei Zschopau zu sehen. Als genauer Fundbereich wird der Heilige Dreifaltigkeit Flache genannt. Das Monatsblatt ergänzt die Untertageaufnahme durch eine Stufe aus Pyromorphit und Baryt. Das Stück aus der Mineralogischen Sammlung der TU Bergakademie Freiberg trägt die Nummer 79239; seine angegebene Bildbreite beträgt 3,0 Zentimeter.

November · 2000
Grube Beihilfe bei Rothenfurth
Das Novembermotiv zeigt zwei Bergleute in einem farbig mineralisierten Grubenraum der Grube Beihilfe bei Rothenfurth nahe Halsbrücke. Die Originalbeschriftung ordnet den Fund dem Gott mit uns Spat zu. Im unteren Bildteil erscheint eine Stufe aus Fluorit und Galenit. Sie stammt aus der Mineralogischen Sammlung der TU Bergakademie Freiberg, trägt die Nummer 55418 und ist mit 10,0 Zentimetern Bildbreite angegeben.

Dezember · 2000
St. Erasmus Stollen in Glashütte
Das Dezemberblatt beschließt den Jahrgang mit einem historischen Grubenbau im St. Erasmus Stollen bei Glashütte. Eine Person im roten Oberteil steht am Ende des hellen, unregelmäßig aufgefahrenen Bereichs und macht dessen Dimension erfahrbar. Als genauer Bezug ist der Neue Hoffnung Stehende überliefert. Die weiße Aragonitstufe darunter stammt aus einer privaten Sammlung und misst laut Originalangabe 7,0 × 3,5 Zentimeter.